Unsere Arbeit

Freitag, 30.05.2014

Bei der täglichen Arbeit vergisst man das Schreiben echt schnell. Dafür hier ein Bericht, der unsere Arbeit grob zusammenfasst.

Wir sind jetzt bereits im Endspurt. Am 6.Juni Ist unser letzter Praktikumstag. Wir haben im Dreamhome (Daycare-Center) das komplette Badezimmer gestrichen und Xavier unser Anleiter und Koordinatior des YMCA ist extra gekommen, um seine künstleriche Ader ausleben zu lassen. Neben Zauberei  und Näherei, ist er nämlich auch noch ein sehr guter Maler (Siehe Bilder) Quasi ein Multitalent unserer Meinung ;) Zu Hause betreibt er mit Zauber Turteltaube "Phoenix" und dem kleinen Mops "Heidi" einen Mini Zoo. Desweiteren berichtete uns Vasu, der zuständige Sozialarbeiter im Dreamhome, dass die Kinder insbesondere in der Sommerzeit unter heftigen Moskitostichen zu leiden hätten. Daraufhin besorgten wir für die Schlaf- und Waschräume Moskitonetze, die wir dann gemeinsam mit den etwas größeren Jungen anbrachten. Am 22. April fand dann unser lang geplantes Osterfest im Dreamhome statt, zu dem die Jungs vom Murphy Town extra mit einem Bus abgeholt worden sind. An diesem Tag sponserten wir Chicken, was für die Kinder etwas sehr besonderes war, da Fleisch zu teuer ist, um es oft auf den Tisch zu bringen. Der Koch des YMCA hatt volle Arbeit geleistet und für sage und schreibe 80 Kinder gekocht :D

Die Kinder sind immer für Fotos zu haben :) Hier verteilen wir Spenden aus Deutschland Spielende Kinder, mit echtem Feuer und Rasierklinge Die Jungs vom Murphy TownDiziplin un Ordnung herrscht hier bei 22 Jungen verschiedenen Alters Babu, der Jünste (8)Wir haben besonders die Jüngeren sehr in unser Herz geschlossen Die Jungs sind wie eine Familie Mittagspause, die Jungs aus Murphy Town schlafen ohne Decken auf dem BodenMädchen aus der Umgebung Dream HomeXavier fleißig am malenAuch wir versuchen uns am malenUnsere Namen zur ErinnerungXaviers WerkVerabschiedung und letzter Tag von AlinaAlina in einer Burka. Die Muslimischen Näherinnen, die im Dreamhome lernen und wir, haben uns köstlich amüsiert :D

Mit den Jungs vom Murphy Town, haben wir ein Trommelprojekt gemacht, an dem wir mehrere Tage fleißig geübt haben. Vielleicht schaffe ich es sogar noch ein Video von dem Auftritt auf dem Osterfest oder mindestens eins von den Proben hochzuladen. Die Jungs waren wirklich toll und mit allen Sinnen bei der Sache. Für unseren Abschlussauftritt wurden wir von den YMCA Sozialarbeitern sehr gelobt. Die Trommeln bleiben nun im Murphytown bestehen und wir hoffen, dass sich die Jungs auch in Zukunft noch an ihnen erfreuen werden.

Proben für den Trommelauftritt

Alle restlichen Spenden, die wir mit Hilfe von Freunden und Verwandten zusammengesammelt haben, haben wir dafür genutzt um Im Murphy Town, einen Spint anzuschaffen, da die Jungs sich dort gegenseitig beklauen und jeder sein eigenens privates „ Abteil“ braucht, das er abschließen kann. Das ist gerade noch in Produktion, da es eine einmalige Anfertigung sein soll.

Nach unserem Trip nach Goa, wo wir 2 Wochen verweilt haben, weil es dort so schön war :P sind wir Vormittags in einem anderen Shelter, in einer sehr schlechten Gegend von Bangalore (Sevanagar). Eine Hütte ohne Elektrizität und davor ein Platz wo man spielen kann - das wars ! Es ist staubig, heiß und furchtbar dreckig dort. Bevor wir kamen, hatten die Kinder dort noch nicht einmal Trinkwasser. Wir sind sehr schockiert über die Verhältnisse dieser Kinder. Viele Menschen insbesondere die Männer (Väter der Kinder und bereits auch junge Männer ) haben dort ein Drogenproblem, insbesondere handelt es sich um Alkohol. Bereits Mittags um 12 Uhr laufen sie dort betrunken durch die Gegend und pöbeln. Manche stehen dann vor dem Shelter und beobachten uns bei der Arbeit, was uns sehr unangenehm ist. Mono, der zuständige Sozialarbeiter dort versucht mit aller Kraft dies zu unterbinden. 

Trotzdem versuchen wir so gut wie es geht mit den Kindern Englisch zu lernen, da viele nicht zur Schule gehen können. Wir bringen ihnen die „Basics“ bei, da alles andere zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde und die Kinder sehr schnell die Konzentration verlieren. Bei 30 Kindern unterschiedlichsten Alters ist das auch sehr verständlich. Wir  haben Hefte und Stifte gekauft und machen jeden Tag ein bisschen Unterricht.

Mädchen aus dem Sevanagar Day care Center Die trostlose Gegend um das Day Care center in Sevanar Müll ist ein großes Problem in ganz Indien

In diese Einrichtung kommen 5 Geschwister, deren Mutter arbeitet und der Vater zu betrunken ist um sich um seine Kinder zu kümmern. Die Älteste Minachi(12) übernimmt die Mutterrolle und kann deshalb nicht mehr zur Schule gehen.

Wir drei wollen mit Hilfe der Sozialarbeiter versuchen mit den Eltern zu reden, sodass sie sich bereit erklären, dass ihre Älteste ein Internat besuchen darf. Wir würden sie dann aus Deutschland finanziell unterstützen. Das Geld soll jedoch nur in die Schule einfließen und wir erwarten Bilder, die uns zugeschickt werden sollen, als Beweis dafür, dass Minachi tatsächlich in der Schule ist und lernt! Die nächsten Schritte sind, mit dem Eltern zu sprechen und wenn sie zustimmen sollten, ein Internat für das Mädchen zu suchen und hoffentlich zu finden.

Nachtrag: Das Gespräch hat bereits statt gefunden und die Mutter hat zugestimmt :-) 

Jetzt bleibt uns kaum noch Zeit. Die Umsetztung wird schwer, aber wir versuchen alles.

Minachi, (12) Älteste von 5 Geschwistern. Im Moment tuen wir alles dafür sie in einem Internat für Mädchen unterzubringen, damit sie eine Chance auf Bildung erhält. Englisch Basics lernen mit den Kids

Bericht über Minachi und das Internat wie es weitergeht folgt! (Versprochen:D )

Ein Bericht von Kristina und Johanna

Tagestrip nach Mysore (5. April, Samstag)

Donnerstag, 10.04.2014

Ein Bericht von Alina

Ausflug nach Mysore,diese Stadt liegt noch weiter südwestlich als Bangalore und gehört noch zu der Region Kanataka.Mysore ist bekannt für ausgesprochen gutes Sandelholz und hochwertige Seide. An nahezu jeder Ecke kann man Produkte wie Fächer oder Räucherstäbchen aus Sandelholz holen. Am Abend vor dem Ausflug plante unserer Freund Wesley unseren Trip penibel durch ;) Wesley ist ein ausgesprochen zuvorkommender Mann, dem man sein Alter von 39 Jahren kaum ansieht .Er hat indische Wurzeln von Seiten des Vaters, sowie englische Wurzeln von Seiten der Mutter. In seinem Leben hat er schon die halbe Welt bereist und auch unter anderen fünf Jahre im Bangalore gelebt.Momentan lebt er in der Schweiz und ist in Bangalore um lästigen Papierkram zu erledigen.Auf jedenfall liebt Wesley den westlichen way of life und lässt uns von seinen Kontakten häufig profitieren.So plante er,dass wir um sechs Uhr morgens von einem Taxifahrer abgeholt werden,der uns dann den ganzen Tag zur Verfügung steht.

 

Noch recht verschlafen machte uns Wesley am Morgen mit dem Fahrer bekannt. Eine 3-4 stündige Fahrt in einem klimatisierten Taxi folgte.Es liegen wohl nur 180 km zwischen Mysore und Bangalore, da Indiens Straßen aber leider chronisch verstopft sind dauert die Fahrt doppelt so lange. Der Taxifahrer war aufgrund Wesleys Anweisungen und Einschüchterungen :) sehr zurückhaltend und serviceorientiert. Er sprach nur, wenn er was gefragt wurde.Na ja sollte uns recht sein, da wir die Fahrt eh halb schlafend verbrachten.

Die erste Tempelbesichtigung war sehr schön.Die Mittagssonne brannte bereits und der kurze Weg barfuss zum Tempel brannte wie Feuer unter den Fußsohlen.Der Weg lohnte sich aber und wir tauchten ein in den Geruch von Räucherstäbchen und bunter Farben.In dem Tempel selber bekamm man Statuen von verschiedenen Göttern, wie Ganesha zu sehen , die mit lauter Blumen geschmückt waren. Einen roten Punkt erhielt man auf seiner Stirn, der vor negativer Energie schützt.Insgesamt eine sehr beruhigende und spirituelle Aura verbarg sich im Tempel,die das Interesse am Hinduismus verstärkten. Noch hoch motiviert, den ersten Tempel in Mysore besichtigen bei um die 40 Grad ;) Tempel in Mysore

Anschließend ging es zu einem Nationalpark. Dieser Park war ähnlich einem Djungel und die Luft war sehr feucht und es roch tropisch. Die Temperatur an diesem Tag  war um die 40 Grad in Mysore.

In dem Park bafnden sich wunderschöne Bäume Krokodile mal in freier Wildbahn zu sehen, war sehr beeindruckend. Der Park bietet einen Lebensraum für viele Tiearten, so auch für unsere Dauergäste die Fledermäuse und auch Pelikane Los Gehts :) Sich einmal wie Tarzan fühlen :D

Wir machten eine Bootstour bei der man Fledermäuse und Pelikane in freier Wildbahn leben sehen konnte.Das Highlight allerdings waren die Krokodile ,die in der Nähe unseres Bootes schwammen oder sich genüßlich in der Sonne auf einem Stein räckelten.

Zum Lunch wurden wir aufgrund Wesleys Anweisungen zu einem Fünf Sterne Hotel gefahren.In dem Hotel hat man das aller erste mal gefroren in Indien, da die Klimaanlage wirklich alles gab. Das Essen (Suppe,Salat und eine indische Vorspeise) war wirklich nicht lecker.Na ja ist halt nicht alles Gold was glänzt :) 

Der für indien bekannte Lassi, war wie immer super! Das könne sie :) Unser Essenstisch

Die Weiterfahrt brachte uns zu einem alten Palast, den wir mit Kopfhörer (german guide) besichtigten. Äußerst interessant, da dieser Palast rein für das Auge viel Gold und Prunk zu bieten hatte.Mit den zusätzlichen Information der Dynastie Geschichte fühlten wir uns kulturell befridiegt.Der Baustil des Palastes war ein Mix aus dem Barock ,dem Orient ,sowie Teile des englischen Stiles.

Elefanten, die gegen Geld geritten werden dürfen,allerdings nicht sehr einladend für uns, da der reiter den Elefanten mit einem Hammer leitet. Allgemein geht es den Tieren in Indien nicht sehr gut :( Dasselbe mit den Kamelen Vor dem Palast. Alicja mit indischen Touristen. Auch hier, sind wir natürlich wieder eine Attraktion und viele möchten ein Foto mit uns ;) Haupteingang vom Palast Der erste Affe den wir in Indien gesehen haben.Der Palast war wunderschön. Leider durfte man drinnen keinen Fotos machen.Tempel vorm Palace of Mysore Vor dem Palast. Alicja mit indischen Touristen. Auch hier, sind wir natürlich wieder eine Attraktion und viele möchten ein Foto mit uns ;)Heillige Kuh (Viele Inder, und auch wir berühren die Kühe, da sie glauben es bringt Glück) 

Nach der 2 stündigen Besichtigung gönnten wir uns noch ein Getränk  an diesem warmen Abend. Unserer Fahrer wartete geduldig und fuhr uns anschließend wieder nach Bangalore.

Erschöpft, aber sehr glücklich und mit vielen neuen Eindrücken von Indien, diesem schönen Land mit all seinen Farben und lebenslustigen Menschen, schliefen wir ein. 

Bis zum nächsten Bericht ihr Lieben und sonnige Grüße aus Bangalore.

Neue Fotos aus Bangalore :)

Freitag, 04.04.2014

Im Goethe Institut (IndiraNagar) Die Jungs vom Murphy Town Shelter Unsere Sonnenbrillen sind sehr beliebt ;) Jeden Morgen auf den Bus warten :/ Follow Traffic Rules! :D Bei unserem Lieben Anleiter Xavier zu Hause mit seiner Tochter Haus Cabatti mit Dahl Xavier hat einen kleinen Zoo zu Hause ;) Heidi Was geht es uns doch gut :P Auch im YMCA Guesthouse werden wir von unserem Indisch/Britischem Freund bekocht :) Die Abende dann zusammen auf dem Zimmer ausklingen lassen Eine der Näherinnen im Dream Home hat geburtstag und wir sind herzlich eingeladen Ich fall doch gar nicht mal so sehr auf :D Im Day Care Center Dream Home Auch mal die Schule der kinder besuchen Primary School Fast jeden tag auf unserer geliebten modernen M.G. Road Rooftopparty in UB CITY Ub city Alina ist dann zum Abschluss der party noch in den Pool gehüpft :D Der Zweite Kulturschock an der Mall UB City. In Indien treffen 2 welten aufeinander!

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Alltag?

Dienstag, 01.04.2014

Heeyy Leute,

Jaaa, so langsam ist der Alltag eingekehrt... Ab morgen startet unser Streichprojekt. Wir streichen die Wände in dem Badezimmer von den Kindern. Die ganze alte Farbe löst sich von den Wänden ab.. In den Fenstern ist keine Scheibe .. Die Kinder werden von Moskitos gestochen... Wir wollen Netze davor hängen .... Jo also alles kaufen und dann inmitten der hunderttausend Kinder irgendwie die Wand streichen... CHAOS pur ... noch mehr als sowieso schon  

Das ist so die nächst größere Aktion ...

Die Leute glotzen immernoch ...Das ändert sich wohl nicht .. Aber gut bleiben wir eben drei Monate ne Attraktion .. 

Wir sind abends auch immernoch platt von dem ganzen Dreck und Smog und den hyperaktiven Kindern... Wenn wir wiederkommen brauchen wir erstmal ne fette und vorallem lange Dusche und am Besten ein paar Wochen Urlaub .. haha .. =)

Ne ist ja schon cool... Wir fahren am Wochenende nach Mysore.. ist circa 2 Stunden von Bangalore entferrnt. Da werden wir ein paar Tempel besichtigen und auf dem Weg dorthin machen wir an einem Fluss einen Stop und schauen uns Krokodile an ..... huiiii ... 

 

Jaa das ist so der aktuelle Stand .. Also haut rein und bis demnächst 

Kristina :) 

 

Der Alltag kehrt langsam ein :)

Donnerstag, 27.03.2014

Hallo ihr Lieben,

 

Die 2. Woche neigt sich nun auch langsam dem Ende zu.

Und wir haben uns mittlerweile ein bisschen an die Hitze, den Smog und an die ständig starrenden Menschen gewöhnt.

Allerdings empfinde ich die genannten Sachen immernoch als Zusatzbelastung. Bei an die 40 Grad noch den ganzen Tag Straßenkinder zu bespaßen ist mehr als anstrengend und mit keiner meiner voherigen Arbeit/Praktika in Deutschland zu vergleichen.

Unser Arbeitstag beginnt eigentlich ab 11 Uhr im Dream Home. (Wobei das mit der Pünktlichkeit so eine Sache ist in Indien :D) Mit 11 Uhr ist eigentlich 11.30-12 Uhr gemeint und mit "Ich komme Morgen" ist eigentlich gemeint, dass man dann erst den übernächsten Tag kommt.

Noch mit unserem deutschen Sinn für Pünktlichkeit nun auch jeden Tag zu spät, da es mit dem Bus und dem Verkehr in Bangalore auch wirklich nicht möglich ist, pünktlich zu erscheinen. (Es sei denn man fährt 1-2 Stunden früher los) 

Um Ca. 13 Uhr dann Lunch mit den Kids. Natürlich traditionell auf dem Boden und mit den Händen. (Jeden Tag typisch indisch Reis & Dahl) Sehr lecker.

Auch noch keine Magen Darm Probleme gehabt (Mal schauen, wie lange noch ;P)

Um halb drei wird sich dann nach vielem Singen und gaaaaanz beliebt bei den Kids Bollywood Tanzen losgerissen und 15 Minuten mit der Ritscha ins Murphy Town gefahren, wo nur Jungen leben. Glaubt mir: Kricket und Jenga spielen kann so entspannend sein, nach einer Meute gemischt jüngerer Straßenkids, bei denen man übrigens auch wirklich auf seine eigenen wertsachen aufpassen muss. 

Ab 17 Uhr heißt es dann auch schon "Bye" zu sagen, da es in Indien sehr früh dunkel wird und wir dann nicht mehr als vier Frauen alleine mit dem bus fahren können 

-zu gefährlich (Zusatzbelastung: Wir sehen aus wie Touristinnen)

Dann vielleicht noch ein abstecher zur M.G. Road ein bisschen Obst und Müsli einkaufen und dann bis spätestens 19 Uhr wieder im Guesthouse sein...

Den Abend ausklingen lassen, meist mit unserem Indisch/Britischem Freund, den wir hier im Guesthose kennen gelernt haben (Keine Gefahr, weil Schwul :D)

So, muss jetzt frühstücken gehen.

Ein neuer Arbeitstag steht an :-)

Es ist Donnerstag, der 27. März, 9.20 Uhr 

Bis Bald :-)

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